Zwei freie Arbeitsplätze

Wir bieten ab April zwei einzelne Arbeitsplätze in unserem Gemeinschaftsbüro: 150 Euro, inklusive der klassischen Büronotwendigkeiten wie Festnetztelefon deutschlandweit, Fax, Kopierer, Scanner, W-Lan. Dazu eine prima Küche und den Austausch mit allen sieben anderen, die schon im Glas+Bild arbeiten. Bei Interesse einfach eine Email an info (at) glasundbild.com.

Details zum Arbeitsplatz und -ort stehen in diesem PDF.

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“It’s over, Maya!” – Jetzt den Glas+Bild-Kalender 2013 bestellen!

Der Maya-Kalender geht dieses Jahr zu Ende, der Glas+Bild Kalender lebt weiter. In der dritten Edition gibt es ab sofort den Glas+Bild-Kalender 2013 bei uns zu bestellen.

Der Kalender ist ganz schlicht gehalten, kann aber selber weitergestaltet werden (z.B. Wochenenden farbig markieren). Er besteht aus 12 Spalten, 31 Zeilen. Das sind 365 Tage und 52 Wochen auf einer Seite.

Der Kalender eignet sich hervorragend als praktisches Weihnachtsgeschenk für Freundin, Freund, Freunde, Familienangehörige, Verwandte etc.

Bestellungen per E-Mail an: info(at)glasundbild.com

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Bloggen lernen mit Rot

Laptoparbeiterinnen: Julia Glasewald, Angela Dörr, Nikola Richter (blogmacherei.de), Jana Schudrowitz.

In zwei Tagen zum eigenen Blog oder zur eigenen Webseite, das ist das Motto des Blogmacherei-Workshops, der am 23. und 24. November zum ersten Mal bei uns stattfand. Aufbauend auf der meist genutzten Blog-Software WordPress haben die vier Teilnehmerinnen mit ganz unterschiedlichen Berufsfeldern – Journalistin, Medienwissenschaftlerin, Schauspielerin, Therapeutin – unter Anleitung ihr eigenes Blog auf einem zuvor gekauften Webspace aufgesetzt, ein Design ausgewählt und erste Inhalte erstellt, ein bereits vorhandenes Blog überarbeitet. Fragen tauchten auf (und wurden geklärt): Brauche ich ein Impressum? Kann mein Blog auch zweisprachig laufen? Und wie arbeite ich mit einem Textwidget?

Viktor Nübel (blogmacherei.de) hält hier keinen sozialdemokratischen Vortrag, sondern er erklärt das Backend.

Klingt alles eher einfach und entspannt, oder? Bis auf die Tatsache, dass gleich am Anfang das Netz ausfiel, war es das auch. Denn die SPD (danke, liebe vorwärts-Buchhandlung, die uns guten Leumund bot) brachte uns spontan im Partei-Kreisbüro Friedrichshain-Kreuzberg in der Wilhelmstraße unter, wo Büroarbeiterin Yasemin Gürbüz innerhalb von fünf Minuten eine Schlüsselübergabe organisierte. Dort tagten wir dann weiter, bei funktionierendem Wlan, umgeben von sehr viel Rot, siehe Fotos.

Hier die Links zu den neuen und überarbeiteten Blogs: Craniosakral-Praxis Dörr, Julia Glasewald, Katrin Lechler. Ein Blog ist noch in Arbeit.

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Das war der Desktop Publishing Abend

An diesem Herbstabend war es draussen sehr stürmisch und regnete in Strömen, an dem wir zur Veranstaltung “Desktop Publishing” in der Reihe unserer “Ding-Abende” eingeladen hatten. Ein paar Gäste fanden trotzdem den Weg in die Kreuzberger Stresemannstraße, auch wenn unser angekündigter Gast, Prof. Dr. Uta Brandes, leider absagen musste. Wir zeigten stattdessen einen TV-Beitrag und Julia gab uns stellvertretend einen sehr schönen Einblick in das Buchprojekt “My desk is my castle. Exploring Personalisation Cultures“, das Frau Brandes gemeinsam mit Studierenden der Designhochschule KISD in Köln erarbeitet und herausgegeben hat.

Parallel dazu stellten wir die Einsendungen des “Call for Images” aus, den wir zuvor ausgerufen hatten. Wir sammelten Fotos und Grafiken von Bildschirmhintergründen und die dazugehörigen Beschreibungen und Motivationen der EinsenderInnen, die uns einen Einblick in ihren digitalen Arbeitsplatz geben. Im Zeitalter der Coworking Spaces und flexiblen Arbeitsplätze ist es der “digitale Schreibtisch”, der uns immerzu begleitet, den wir personalisieren und der uns an Urlaube oder Vorhaben erinnert oder der einfach nur beruhigend ist, wenn wir täglich an ihm arbeiten, wenn wir Fenster und Programme öffnen. Zwölf der eingesendeten Beiträge sind derzeit in unseren Räumen zu sehen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere Kooperationspartner, dem Birkhäuser Verlag, der vorwärts Buchhandlung und Antiquariat, die einen Büchertisch über die “Zukunft der Arbeit” zusammengestellt hat,  sowie an das  Quartiersmanagement am Mehringplatz.

Die Ausschreibung zum “Desktop Publishing” geht weiter:
Ab sofort sammeln wir in dieser Facebook-Gruppe weitere Einsendungen von Hintergrundbildern Eurer digitalen Arbeitsplätze. Wir freuen uns über Eure Bilder und Geschichten dazu!

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Desktop Publishing – Themenabend und Call for Images

Desktop Publishing
Ein Themenabend über und für unsere Schreibtische.
Und mit deinem Bildschirmhintergrund.

Einladung zur Vernissage mit Buchvorstellung „My desk is my castle“
am Donnerstag, 4. Oktober, 19 Uhr
im Glas+Bild
Stresemannstr. 23
Eintritt: 5 Euro

Gespräch mit der Herausgeberin und Designwissenschaftlerin Prof. Dr. Uta Brandes (Köln International School of Design)

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Berlin Independents Guide

Aktuelles Poster der Serie "B-Side", die Bpigs exklusiv von Künstlern herstellen lässt. Hier zu sehen "Berlin Art Week 2012" von Witte Wartena.

Da wir auch ab und zu Ausstellungen organisieren, sind wir nun als “Temporary Project” auf Bpigs/Berlin Independents Guide, einem sehr engagierten Webmagazin zur freien Kunstszene Berlins, das von Künstlern gemacht wird, gelistet. Bpigs bringt auch alle zwei Monate einen gedruckten Kunstguide für Berlin heraus. Wer auch einen Kunst-Raum zur Verfügung stehen hat und auf ihn hinweisen will, kann sich kostenlos hier registrieren.

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Wir sind auf Sharedesk

Seit gestern findet man uns auch auf der neuen, weltweiten coworking-Plattform Sharedesk.

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Five ‘o clock-Tea

Teatime!

Während der coworkingweek 2012 laden wir zu einer täglichen, unterhaltsamen Teestunde ein, offline und analog und dialogisch. Gastgeberinnen sind Co-Workerinnen des Glas+Bild, Berlin-Kreuzberg. Sie unterhalten die Gäste mit Poetry, Energy und Jazz, dazu gibts frisch gebrühten Tee in Tassen mit Goldrand. Einfach anmelden unter info (at) glasundbild.com

Montag, 17.9., und Dienstag, 18.9., 17-18 Uhr, Five o’clock-Tea/Poetry

In jedem steckt ein Poet! Schreibt eigene Gedichte mit Gastgeberin Nikola Richter und lauscht einer Auswahl aus ihrer Bibliothek.

Mittwoch, 19.9., 17-18 Uhr, Five o’clock-Tea/Energy

In dir fließt Energie! Anna Lutz erzählt, was Energieflüsse sind, und macht ein paar entspannende Übungen.

Donnerstag, 20.9., und Freitag, 21.9., 17-18 Uhr, Five o’clock-Tea/Jazz

Jazz im Büro! Andrea Nienhaus setzt sich ans büroeigene E-Piano und spielt eigene und fremde Stücke. Gerne ein Instrument mitbringen.

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Freie Arbeitsplätze!

Für alle, die gerne flexibel, hell und zentral arbeiten und Ideen in einem modernen und sichtbaren Ambiente umsetzen wollen, bieten wir ab sofort wieder drei freie Einzelarbeitsplätze je 150 Euro pro Monat (inklusive Schlüssel) in unserem Gemeinschaftsbüro an.

Zu unserer Büroausstattung und Mitbenutzung zählen: Arbeitsplätze mit Tisch, Stuhl und Schreibtischlampe, WLAN, Farblaser-Drucker, Kopierer, Fax, Telefon, Tafel, E-Piano, Tischtennisplatte, voll ausgestattete Küche mit Herd, Backofen und Kühlschrank.

Wir freuen uns über Anfragen per E-Mail an: info@glasundbild.com
Weitere Details zur Ausschreibung gibt es hier (PDF).

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Kiez-Kulturattaché Nr. 4

Berlin ist eine Stadt mit vielen Zuschreibungen: Provinz und Großstadt, West und Ost, Geschichte und Gegenwart. Da passt es, dass das HAU1 im Juni in einem Performance-Parforce-Ritt aus Berlin Boston macht. Nach David Foster Wallace’s Roman-Ungetüm “Unendlicher Spaß”, das 1,5 Kilogramm wiegt und 1500 Seiten umfasst, werden 24 Stunden lang an acht Tagen 12 utopische Orte der Hauptstadt aufgesucht, an denen 12 verschiedene Theatergruppen vergangenen, Architektur gewordenden Zukunftsentwürfen nachsinnen, darunter Gob Squad, She She Pop oder Anna Viehbrock. Die Ankündigung liest sich so: “Zwischen 10.00 Uhr und 10.00 Uhr morgens am folgenden Tag verwandeln sie den Tennisclub LTTC ‘Rot-Weiß’ mit seinem großen Steffi-Graf-Stadion in die ‘Enfield Tennis Academy’, das Vivantes Klinikum Neukölln in das ‘Ennet House Drug and Alcohol Recovery House’, die Mensa des Fontane-Haus im Märkischen Viertel zum Sitzungsraum der Anonymen Alkoholiker, den Teufelsberg und den Umlaufkanal zu geheimen Treffpunkten Quebecer Separatisten.” So schillert der Alltag auf einmal hin und her, zwischen Fiktion und Realität.

Rote Serie © Boris Mikhailov; VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Dem so kruden wie absurden Alltag ins Gesicht geblickt, hat der ukrainische Fotograf Boris Mikhailov, geboren 1938 in Charkov, dessen Fotografien noch bis zum 28. Mai in der Berlinischen Galerie zu sehen sind. Mikhailov war eigentlich Ingenieur, der in seiner Freizeit Aktfotos machte. Als ihm das als pornographische Tätigkeit unterstellt wurde, verlor er seine Arbeit. Und überlebte als Künstler, zunächst als Fotograf für private Zwecke, ab den 60er Jahren machte er sich immer mehr einen Namen mit seinen Serien, die teils ironisch, teils makaber den Sowjetismus abbildeten: Das “Schwarze Archiv” zeigt Straßenszenen, auf denen außer Rissen in Häusern und Asphalt nichts los ist, dauergewellte Frauen tanzen des nachts, ihren groben Gesichtern entflieht ein Lachen. Die “Rote Serie” nimmt die Farbe Rot als Gliederungsprinzip, sie taucht auf in Parteiflaggen, aber auch in Jacken und Röcken bei einer Gasmaskenübung in der freien Natur. Schockierend dann die Reportage über die naiven Wochenendausflügler an einem von der Industrie verdreckten Salzsee. Neben Betonrohren umwabert von chemischen Schaumkronen amüsieren sich dickbäuchige und -busige Menschen. Mikhailov inszeniert nichts, er ist ein genauer Beobachter, vielleicht sogar zu genau. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion schießt er Panoramafotos des urbanen Elends aus der Hüfte, er stellt Obdachlose vor seine Kamera, die ihre Krankheiten zeigen, Erfrierungen, Beulen, Ödeme, schlecht verheilte Narben, ein Blick auf die nicht-existente medizinische Grundversorgung, “Case History” nennt er das. Und schließlich kommt er 1996 mit einem daad-Stipendium nach Berlin, was seit 2000 sein ständiger Wohnsitz ist. Dort zeigt er, was im alten Westen so los ist: miesepetrige Rentnerpaare auf dem Ku-damm, gut versorgt, aber doch gelangweilt. Nicht so Mikhailov, der Humor und Poesie selbst in der absoluten Tristesse findet. Am besten sichtbar in seiner Serie “Klebrigkeit” aus dem Jahr 1982, von der man sich wünscht, dass sie als Buch erhältlich wäre. Sie entstand in einer Zeit der politischen Kontrolle, in der an ein freies, unangepasstes Leben nicht zu denken war. Sie war “klebrig”. Hier ergänzt er beeinflusst von den Moskauer Konzeptualisten um Ilja Kabakov Schwarz-Weiß-Fotos mit Kommentaren, Beobachtungen, seinem Selbstverständnis und koloriert hier und da nach. Eine fröhlich ihren Rock lüpfende, hüpfende Frau mit Schirm auf einem Sandweg wird ergänzt mit “Spaziergang im Regen / … und noch etwas, ich habe mich hinter irgendjemanden gestellt und bin hinter ihm her gelaufen; und wenn ich vom richtigen Weg abgekommen bin, habe ich mich hinter jemand anderen gestellt.” Ein anderer Kommentar illustriert die kulturelle Eiszeit: “Das Einzige, was noch tröstet … Das Einzige, was mich noch in meinem künstlerischen Schaffen tröstet, sind die folgenden Fragen, die die Milizionäre auf der Straße immer öfter stellen: Wofür ich das fotografiere, ‘was denn daran schön wäre’.”

Schön ist diese Ausstellung mitunter gar nicht, aber sie tröstet, weil sie das zeigt, was das Leben ausmacht, in all seinen Höhen und Tiefen.

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