
Wir haben unser Hochbeet vor dem Laden bepflanzt, und das ging so:
Von einer “Beetpatenschaft”gehört, das Grünflächenamt kontaktiert, Herrn Samson getroffen. “Fällt unter die Kategorie Baumscheibe“, sagte er. Beetpatenschaft beantragt. Mutter nach Gartentipps gefragt. Vieviel Erde? Welche Gewächse? Beet liegt im Halbschatten. Sonne nur Vormittags.
Prinzessinnengärtner angerufen. Wildpflanzen bei Matthias Wilkens abgeholt. Er verkauft Pflanzen am Moritzplatz, zwischen den mobilen Gärten. Ich nehme: Eibisch, Andorn, Kranzlichtnelken. Mutterkraut und Wildsalbei. Dazu Olympjohanniskraut, Natterkopf und Zittergras. Sehr seltene Gewächse sind darunter, vom Aussterben bedrohte (Rote Liste). Biodiversität! Drei Harken ausgeliehen. Am Samstag gut 200 Liter neue Blumenerde im Baumarkt gekauft, dazu noch ein paar Gartenhandschuhe, Gießkannen, Hacken und kleine Schaufeln. Forsythie, Balkonpflänzchen, Lavendel.
Sonntagnachmittag: Unsere Helfer Vera, Karen und Jon aus London sind da. Es geht los: Müll aus dem Beet gefischt, Laub rausgeharkt, trockene Äste abgeschnitten, Erde aufgelockert, mit neuer Erde angefüllt, kleine Mulden geformt, Pflanzen gesetzt. Wasser. Nikola knipst, Julia baut eine Steinstatue, Karen befreit die Büsche von alten Ästen mit der Gartenschere, auf Englisch “Secateur”. Wir sind im Null-Komma-Nischt fertig. Kaffee gemacht.
Jetzt abwarten, wie alles wächst, und wohin. Zwischendurch gießen. Vielleicht nochmal versetzen und/oder ein paar Pflanzen hinzunehmen. Hoffen, dass Hundebesitzer Respekt vor Wildpflanzen haben.
